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Stadt Freilassing
 

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Begeisterung pur beim Kindertheater in der Lokwelt

Mit weit über 100 Gästen, klein und groß, war das Theaterstück „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer" des Tübinger Kindertheaters „HERZeigen“ am 25. Oktober bestens besucht. 

Um halb sechs ging es los. Schön schummrig war‘s im Rundlokschuppen, genauso, wie es sein sollte. In dieser stimmungsvollen Atmosphäre erreichten die beiden Schauspielerinnen Isabelle Guidi und Sophia Müller in kürzester Zeit genau das, was sie mit ihren Stücken erreichen wollen: ins Herz des Publikums zu wandern, mit Spielfreude und Fantasie.

Genau eine Stunde dauerte das Stück. Gar nicht so leicht sei es gewesen, die beliebte Kinderbuch-Handlung so „einzudampfen“, dass sie in ein kurzes, kindgerechtes Theaterstück passte, verriet Isabelle Guidi. Doch es war perfekt gelungen! 

Die beiden Akteurinnen verwandelten sich immer wieder mit einfachsten Mitteln in Windeseile in die verschiedenen Figuren. Ihre Gestik und ihre Stimmen ebenso. Letztere begeisterten besonders, waren sie doch ohne Mikrofon bis in die hintersten Reihen bestens zu verstehen.

Schattenspiel, mehrstimmiger Gesang und Akkordeontöne unterstrichen die Handlung, die einem schönen Spannungsbogen folgte. Höhepunkt war das Treffen mit Frau Mahlzahn, dem Drachen. Die Frage an die Kinder, wie man sich einen Drachen vorstellen muss, entfachte deren Phantasie: Schuppen hätte er, leuchtend grün sei er, Flügel hätte er und rote Augen, riefen sie lautstark auf die Bühne. 

Nach diesem wunderbaren Theaterabend nahmen noch viele die Gelegenheit wahr, sich ein Jim Knopf – Plakat des Theaters mitzunehmen – fürs Kinderzimmer. Isabelle Guidi und Sophia Müller setzten sich dazu in der Eingangshalle einfach auf den Boden und verkauften für wenige Euro das hübsche Plakat und ratschten fröhlichst mit Kindern und Eltern. 

Ein Wiedersehen mit den beiden Schauspielerinnen ist geplant, denn in jeglicher Hinsicht hat es „gefunkt“ – zwischen den Schauspielerinnen vom Theater HERZeigen, der Lokwelt und dem Publikum.


Fotos: Frederik Friesenegger